Der November

Der November
Es wird nicht still!
Unser Konzert in Oschatz
Benefizkonzert und Lebendiger Adventskalender

Der November

Aufgrund der aktuellen Lage können die für November geplanten Veranstaltungen nicht stattfinden. Wir werden sie auf einen späteren Zeitpunkt verschieben und Sie rechtzeitig dazu informieren. Jetzt müssen wir zunächst die Entwicklungen abwarten. Bleiben Sie gesund!

Erworbene Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit für den neuen Termin. Wenn Sie Eintrittskarten zurückgeben wollen, bieten wir Ihnen an, einen Gutschein im selben Wert für eine unserer Veranstaltungen zu erhalten. Den Eintrittspreis erstatten wir nur in dem Fall, wenn wir für die Veranstaltung absagen.

Eine Unterstützung für unser Wirken unter diesen besonderen Bedingungen ist durch Spenden und bei Veranstaltungsausfall auch möglich, indem Sie uns die Erstattung der Eintrittskarten erlassen. www.mozart-sachsen.de/verein/spenden/

Wenden Sie sich bitte per Telefon – 0371-6949444 – oder per Email – info@mozart-sachsen.de – an unsere Geschäftsstelle.
 
Es wird nicht still!

Viele kulturelle Einrichtungen mussten jetzt schließen und gemeinsame Freizeitaktivitäten wurden untersagt, um Kontaktreduzierungen zu erreichen. Das mag gegenüber Anderem, was nicht untersagt wird, ungerecht wirken – das finden wir auch, aber jede Kontaktreduzierung hilft, die Wirkung von schweren Erkrankungen verlangsamend zu reduzieren. Möge niemand davon betroffen sein.

Viele ausübende Künstler klagen, ohne sie wird es still. Es gibt das Aktionsbündnis Sang und klanglos. Richtig. Aufmerksam gemacht werden soll auf die nötig ausreichende Finanzierung von Einnahmenausfällen insbesondere für Soloselbständige und auch für die Selbstwirksamkeit von Künstlern, denn das ist ihr beruflicher Lebensinhalt. Sie wirken für uns alle in unserem kulturellen Umgang, für Bildung, Diskurs, Entwicklung und genussvolle Unterhaltung.

Aber still und kulturlos wird es doch nur, wenn wir alle kein ermutigendes Wort mehr füreinander haben, kein Lied in uns singen, nicht mehr dichten, lesen und rezitieren, einander nicht mehr schreiben und telefonieren, kein Bild malen, in der Küche tanzen, unser unmittelbares Umfeld schmücken und das Viele tun, was unter vorübergehend eingeschränkten Möglichkeiten machbar bleibt.

Sang und klanglos still wird es nur, wenn wir Kultur selbst nicht leben. Wir sind überzeugt und stehen dafür, dass wir diese Krisenzeit meistern und uns mit unseren kulturellen Werten bald wieder begegnen werden – so bald wie möglich! Es wird nicht still.

Unser Konzert in Oschatz

Das letzte mögliche Konzert des Mozartfestes 2020, das wir noch durchführen konnten, fand am 29. Oktober im Vogtshaus Oschatz statt. Nachstehend ein Text von unserem neuen Mitglied Sandra Zehme:

Liebhaberei im Salon des Vogtshaus am 29.10.2020

Es fiel leicht, für zwei Stunden den Katalog an Auflagen, Hygienekonzepten, Sorgen und Ängsten um den bevorstehenden „Lockdown Light“ an diesem Abend im Vogtshaus in Oschatz zu vergessen.

Ein wunderschön illuminierter Saal, ein Tafelklavier aus der berühmten Klavierbauerfamilie Schiedmayer (um 1850 gebaut), zwei hochmotivierte Künstler, die erstmalig auf diesem historischen Instrument spielten, ein sensibel ausgewähltes Programm, das Mozart und Schubert zu Gehör brachte, und ein Publikum, welches sich offenkundig der Liebhaberei zur Musik bekannte…

Alexander Schmalcz folgte der Einladung des ortsansässigen Künstlers und Bildhauers Joachim Zehme, der schon einige Mozartfeste in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Mozartgesellschaft besonderen Charakters in Oschatz als „Außenstelle“ veranstaltete. Schon im Kreuzchor fand er das Klavierspiel des Sangesbruders Schmalcz großartig. Da dieser aber noch keine Erfahrung im Spiel auf einem Tafelklavier hatte, kam der Pianist dafür schon im Januar 2020 nach Oschatz, um das Instrument zu begutachten und anzuspielen. Da die Mensur und der Tonumfang viel geringer ist, als bei einem heutigen Konzertflügel, braucht es einiges an Fingerspitzengefühl und Zeit, sich mit diesem besonderen „Gegenüber“ vertraut zu machen. Dem weltweit tätigen Pianisten, der zudem Professor an der Hochschule für Musik und Theater Leipzig ist, gelang es zusammen mit seiner hervorragenden Instrumentalpartnerin Sung-Ah Park in ganz besonderer Weise, die Klangfülle des Instruments zu zeigen. Die aus Südkorea stammende Sung-Ah Park ist eine gefragte Klavierbegleiterin, die ebenfalls in Leipzig an der Hochschule für Musik und Theater „Felix-Mendelssohn-Bartholdy“ arbeitet. Sie ist als Pianistin vor allem mit Sängern, aber auch solistisch und mit Instrumentalpartnern international tätig. 

Dem kunstliebenden Publikum wurde ein fein abgestimmtes Programm geboten, welches mit einer großen Intensität gespielt wurde. Im vierhändigen Spiel zeigte sich besonders, wie unmöglich an dieser Stelle ein „Mindestabstand“ von 1,5 m ist… Außer den vierhändigen Sonaten von W.A.Mozart in B-Dur KV 358 und D-Dur KV 381, sowie der Fantasie in f-Moll von F.Schubert, wurden noch das Rondo in D-Dur KV 485 und die Fantasie in d-Moll KV 397 von Mozart, jeweils solistisch von A.Schmalcz und Sung-Ah Park gespielt.

Einen großen Anteil am Gelingen des ausverkauften Konzertabends hatte Grit Jähn, die mit ihrem Team das Publikum in angenehmem Abstand zueinander platzierte, die Organisation im Vorfeld meisterte und nicht mutlos wurde im Hinblick auf die zukünftigen Veranstaltungsbedingungen. Sie schaffte eine private Atmosphäre , die an Musiksalons der Vergangenheit erinnerte. 

Man darf sich auf weitere Veranstaltungen im nächsten Jahr freuen, die sicherlich wieder stattfinden können und werden. Nach der gut durchlüfteten Pause erzählte Joachim Zehme den interessierten Zuhörern einerseits etwas über die Geschichte des Tafelklavieres , sowie auch über die Komponisten, die in dieser musikgeschichtlich vielschichtigen Zeit lebten und wirkten. In der musikgeschichtlichen Abhandlung wurde der Bezug zu Beethoven und zum Thema des Mozartfestes „Gleichheit – Evolution“ hergestellt. Er bekannte sich der Liebhaberei zur Musik und lud das Publikum ein, selbst Liebhaber zu sein, denn ohne diese Leidenschaft wäre es nicht zu dem einzigartigen Konzert gekommen. Im Anschluss an das Konzert fand eine kleine Führung zum Oschatzer Mozartdenkmal statt. Dieses befindet sich im Garten des Pfarramtes und wurde geschaffen, um an die Reise von Mozart am 19.4.1789 durch Oschatz zu erinnern.

Sandra Zehme

Benefizkonzert und Lebendiger Adventskalender

Aus heutiger Sicht kann das Benefizkonzert am 28. November als Veranstaltung nicht wie geplant stattfinden und dicht gedrängt gefüllte Treppenhäuser zum Lebendigen Adventskalender verbieten sich bei den Geboten der Kontaktvermeidung ebenfalls. Das Benefizkonzert verschieben wir mit seinem Programm und dem Ensemble amarcod auf das nächste Jahr – der Termin steht, es ist der 27.11.2021 am selben Ort! Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Den Benefiz für die Arbeit mit den Mozartkindern und den Kindern des SPZ erbitten wir weiterhin und hoffen auf die Spenden, die das ermöglichen. In Kürze werden wir Ihnen mitteilen, wie wir auch für den Lebendigen Adventskalender Online-Türchen öffnen werden, in denen auf Facebook und Youtube unsere Mozartkinder und auch ein Ausschnitt des Konzerts von amarcod aus der Kirche St. Georgen vom 12. Oktober zu erleben sind.
Versprochen! Wir lassen uns etwas einfallen, damit es nicht still wird!

Unterstützen Sie mit Ihrer Spende die Projekte der 100Mozartkinder mit dem Spendenzweck Benefizkonzert: www.mozart-sachsen.de/verein/spenden/

Kommen Sie gut und gesund durch die Zeit!

Franz Wagner-Streuber
Im Namen des Vorstands, der Mitglieder und der Mitarbeiter der Geschäftsstelle.