Von Angesicht zu Angesicht… mit Klaus Mertens (Träger des Sächsischen Mozartpreises 2025)

„Ein exzellenter Meister seines Fachs“ (M. Harras): Seit vier Jahrzehnten wird der Bass-Bariton Klaus Mertens von der Kritik in Konzerten und seinen mehr als 200 CD-Einspielungen als „überirdisch strahlend“ (klassik.com), „wunderbar schlank, klar deklamierend“ (mdr Figaro) und „unverändert frisch und ungemein homogen“ (klassik. com) für seine Interpretationen von Alter Musik bis zur Avantgarde gefeiert. Die Möglichkeiten seiner Stimme, das Bewusstsein, stets „Medium“ zu sein im schöpferischen Akt einer möglichst authentischen Interpretation, machen ihn zu einem der herausragenden Interpreten seines Faches – „ausdrucksstark, jedoch nie ein ‚juste milieu‘ verlassend“. Einen bedeutenden Stellenwert in seiner künstlerischen Auseinandersetzung nimmt dabei die Alte Musik ein, für die er für seine „natürlich barocke Rhetorik“ über Repertoires und Nationalstile hinweg gelobt wird. Ein Highlight und Alleinstellungsmerkmal in seiner Karriere stellt dabei gewiss die Gesamteinspielung des OEuvres von Johann Sebastian Bach auf CD und deren Aufführung in Konzerten weltweit dar. Es ist einmalig in der Tonträgergeschichte, dass in einer integralen Einspielung ein Sänger alle Partien seines Faches singt. Dies gilt zugleich für die wenig später ebenfalls fertiggestellte Gesamteinspielung des OEuvres von Dieterich Buxtehude. Beide Produktionen erfolgten gemeinsam mit den großartigen Ensembles Amsterdam Baroque Orchestra & Choir unter der Leitung von Ton Koopman. Dieser sowie seine Frau Tini Mathot – sie leitete äußerst erfolgreich sämtliche Einspielungen als Produzentin – und Klaus Mertens sind 2019 seit 40 Jahren musikalisch und freundschaftlich eng verbunden. Neben Ton Koopman arbeitet Klaus Mertens mit nahezu allen bedeutenden Dirigenten der sogenannten „Alten Musik“ und vielen Dirigenten weltweit der „modernen“ Orchester zusammen. Er ist gern gehörter Gast bei wichtigen internationalen Festivals. In seinen eigenen CD- und Konzertprojekten, die er forschend begleitet, ist es ihm ein grundsätzliches Anliegen, wertvolle unerhörte bzw. lange verschollene Werke wieder zum Klingen zu bringen. 7 Mit Leidenschaft widmet er sich von jeher aber auch der Musik von der Renaissance über die der Klassik und Romantik bis hin zu zeitgenössischen Komponisten, die auch eigene Werke für ihn schreiben. Hierbei spielt das Lied in seinen mannigfaltigen Erscheinungsformen (Lieder und Zyklen vom Lautenlied bis zu Streich-Quartett und Kammerensemble) eine große Rolle. Darüber hinaus hat Klaus Mertens große Freude an neuen experimentellen Formen der Musikdarbietung und übernimmt zunehmend auch Sprechrollen. Als Anerkennung seiner bisherigen Arbeit als Interpret barocker Vokalmusik wurde Klaus Mertens 2016 der Georg-Philipp-Telemann-Preis der Landeshauptstadt Magdeburg verliehen. „Als der ideale Vermittler für Bachs Kantaten- und Passionstexte“ erhielt er zudem während des Bachfestes Leipzig 2019 die Bach-Medaille der Stadt Leipzig. Von der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. wurde Klaus Mertens im Europäischen Kulturhauptstadtjahr Chemnitz 2025 mit dem Sächsischen Mozartpreis geehrt.

 

Freitag, 22. Mai 2026 – 20.00 Uhr
Stadt- und Marktkirche St. Jakobi Chemnitz (Jakobikirchplatz 1)

Samstag, 23. Mai 2026 – 19.00 Uhr
St. Annenkirche Annaberg-Buchholz (Große Kirchgasse 21)

Pfingstsonntag, 24. Mai 2026 – 17.00 Uhr
Loschwitzer Kirche (Pillnitzer Landstraße 7, 01326 Dresden)

dem Leben ins Angesicht… von der Kunst, jung zu altern
die Bass-Solokantaten Johann Sebastian Bachs

Klaus Mertens | Christian Steyer | Christfried Brödel
Madrigalion Praga | Capella Trinitatis

Klaus Mertens singt, begleitet von der Capella Trinitatis unter Leitung von Christfried Brödel, die drei großen Kantaten Bachs für Bass solo. Christian Steyer antwortet auf die Werke des Thomaskantors mit Gedanken am Klavier.

Bachs wunderbare Musik ist uns nahe und fern zugleich. Indem wir ihr, ohne sie zu verändern, durch Texte und Musik der Gegenwart einen heutigen Gedanken- und Klangraum zur Seite stellen, erleben wir die Kraft, die uns aus dieser unserer Wurzel zuströmen kann, neu.

Johann Sebastian Bachs Kantaten für Bass solo gehören nicht nur zum Kernrepertoire von Klaus Mertens, unserem Sächsischen Mozartpreisträger 2025, sie sind auch „Achttausender“ im Hochgebirge der Werke des Thomaskantors.
Christfried Brödel hat sowohl als Dirigent als auch Pädagoge sein ganzes Leben lang Menschen durch die Begegnung mit der Musik und dem Musizieren geprägt. Seit 2015 wirkte er als Vorsitzender der Neuen Bachgesellschaft e.V., legte dabei einen Schwerpunkt auf die Ansprache junger Menschen und wird nun dieses Amt in jüngere Hände geben.
Christian Steyer ist ein Multitalent mit Tiefgang: Pianist, Schauspieler, Komponist, Chorleiter. Wohl jede:r kennt sein Stimme, nicht nur durch die MDR-Doku-Soap „Elefant, Tiger & Co.“.
Alle drei verbindet die Liebe zur Musik als einer Triebfeder des Lebens. Mit den Bachkantaten „Ich habe genung“ (BWV 82), „Der Friede sei mit dir“ (BWV 158) und „Ich will den Kreuzstab gerne tragen“ (BWV 56) werden nun diese drei Ausnahmekünstler miteinander und unterstützt von MADRIGALION Praga und der Capella Trinitatis einen Blick wagen: dem Leben ins Angesicht…

Und so richten diese drei Konzerte den Blick in die Zukunft, indem sie die Kinder- und Jugendarbeit der Neuen Bachgesellschaft e.V. und der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. unterstützen.

 

Vorverkauf: 35 €, ermäßigt 24 €
Abendkasse: 39 €, ermäßigt 29 €
jeweils 10,- € pro verkauftem Ticket zu Gunsten der Kinder- und Jugendarbeit der Neuen Bachgesellschaft e.V. und der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V.

Tickets für die Konzerte in Chemnitz, Annaberg und Dresden-Loschwitz
auch telefonisch unter +49 371 6949444, eMail info@mozart-sachsen.de
und in der Geschäftsstelle der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V.,
Hartmannstraße 7c, 09111 Chemnitz
montags bis freitags 9-16 Uhr
sowie in allen Freie-Presse-Shops in Ihrer Nähe und online

Diese Veranstaltungen der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. im Rahmen des 35. Sächsischen Mozartfestes 2026 „Von Angesicht zu Angesicht“ sind Teil des Projektes „Mit vielfältigen Wurzeln die Zukunft gestalten | S rozmanitými kořeny tvořit budoucnost“, welches im Rahmen der deutsch-tschechischen Kooperation des Lead-Partners Sächsischer Musikrat e.V. und der beiden Projektpartner Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. und Základní umělecká škola T. G. Masaryka Chomutov, im Programm „Interreg Sachsen – Tschechien 2021-2027“, stattfindet.

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