Von Angesicht zu Angesicht… mit Amal Reich

Amal Reich wurde als Tochter deutsch-jordanischer Eltern in Leipzig geboren. Als Fünfjährige erhielt sie ihren ersten Geigenunterricht. Ab ihrem zwölften Lebensjahr besuchte sie das Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Gymnasium in Berlin und machte dort ihr Abitur. Danach studierte sie im Fach Violine an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und schloss ihr Musikstudium mit dem Diplom als Orchestermusikerin ab. Sie war Substitutin im Rundfunksinfonieorchester Berlin, Mitglied der Orchester-Akademie der Berliner Philharmoniker und Mitglied der Orchester-Akademie der Staatsoper Berlin.
Als Musikerin arbeitete Amal Reich in verschiedenen Ensembles und Orchestern, wie z. B. der Sächsischen Staatskapelle Dresden oder dem Philharmonischen Kammerorchester Dresden. Im Laufe ihrer Karriere konnte sie bei zahlreichen Opernaufführungen, Konzerten und Tourneen mitwirken. Darunter waren viele Produktionen mit namhaften Künstlern und Künstlerinnen, wie: Sir Simon Rattle, Nikolaus Harnoncourt, Daniel Barenboim, Simone Young, Fabio Luisi, Gustavo Dudamel, Waltraud Meyer, Camilla Nylund u. v. a.
Der Einladung des Dirigenten Daniel Barenboim folgend, spielte Amal Reich eine Zeitlang im West-Eastern Divan Orchestra. Nach wie vor fühlt sie sich diesem Projekt und der Philosophie eines friedlichen und respektvollen Miteinanders ALLER Menschen tief verbunden. Amal Reich absolvierte ein Musiktheater-Praktikum an der Staatsoperette Dresden. Sie war außerdem Regiehospitantin bei Nikolaus Lehnhoff („Elektra“, Salzburger Festspiele 2010) und Peter Konwitschny („Les Huguenots“, Semperoper Dresden 2019). Um ihr Wissen zu überprüfen und zu erweitern, besuchte sie als Gasthörerin Vorlesungen im Studiengang Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin.
Zusätzlich zu ihrer musikalischen Ausbildung studierte Amal Reich „Kultur+Management“ und schloss diesen Studiengang mit dem Master of Arts ab.
Als Musikerin, Autorin, Regisseurin, Managerin und natürlich als Zuschauerin hat sich Amal Reich von Kindesbeinen an immer wieder mit dem Musiktheater auseinandergesetzt. Besonders geprägt wurde Sie während Ihrer Berliner Schul- und Studienzeit durch die Inszenierungen von Harry Kupfer und Ruth Berghaus. Hier begann auch ihr Interesse an den Schriften und am Wirken von Walter Felsenstein. Seine Ideen von den eigenverantwortlichen Sänger-Darstellern, der immer wieder aufs Neue gewonnenen tiefsten Werkkenntnis und den eben daraus abgeleiteten, unkonventionellen, vorurteilsfreien und uneitlen Aufführungsabsichten prägen die Arbeitsweise der Regisseurin.
Seit 2021 bringt Amal Reich als Autorin und Regisseurin auch eigene Musiktheater-Produktionen auf die Bühne. Ihr erstes Werk „Ich brauche keine Millionen“ wurde bereits von den Landesbühnen Sachsen, dem Theater Eisleben, dem Theater Freiberg, dem Hessischen Landestheater Marburg u.a. gespielt.

Mittwoch, 13. Mai 2026 – 20.00 Uhr | Schloss Augustusburg, Hasensaal
Donnerstag, 14. Mai 2026 – 18.00 Uhr | Tom Pauls Theater Pirna, Am Markt 3

Da Ponte – Heiteres Drama in einem Akt

Elisabeth Freyhoff – Sopran | Tereza Glosová – Sopran
Richard Röbel – Fortepiano
Ahmad Mesgarha – Sprecher | Amal Reich – Konzept und Regie

Mozarts Musik im Figaro, der Così und dem Don Giovanni ist einmalig. Aber was wäre sie ohne ihre Texte? Die stammen von Lorenzo da Ponte, der eigentlich Emmanuele Conegliano hieß, 1749 in Italien geboren wurde und am 1838 in New York starb.
Mit dem Schauspieler Ahmad Mesgarha und den beiden Sopranistinnen Elisabeth Freyhoff und Tereza Glosová, begleitet von Richard Röbel am Fortepiano, tauchen wir humorvoll-ernsthaft ein in das Leben dieser außergewöhnlichen Künstlerpersönlichkeit.

 

Tickets für Augustusburg und Pirna auch telefonisch unter +49 371 6949444, eMail info@mozart-sachsen.de
und in der Geschäftsstelle der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V.,
Hartmannstraße 7c, 09111 Chemnitz
montags bis freitags 9-16 Uhr
sowie in allen Freie-Presse-Shops in Ihrer Nähe und online

Eine Veranstaltung der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V. in Kooperation mit dem Tom Pauls Theater in der Reihe „Mozart original“ im Rahmen des 35. Sächsischen Mozartfestes 2026 „Von Angesicht zu Angesicht“ als Beitrag zu TACHELES: Jahr der Jüdischen Kultur in Sachsen.
Diese Veranstaltung ist Teil des Projektes „Mit vielfältigen Wurzeln die Zukunft gestalten | S rozmanity´ mi koreny tvorit budoucnost“, welches im Rahmen der deutsch-tschechischen Kooperation des Lead-Partners Sächsischer Musikrat e.V. und der beiden Projektpartner Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. und Základní umelecká škola T. G. Masaryka Chomutov, im Programm „Interreg Sachsen – Tschechien 2021-2027“, stattfindet.

 

Fotos: ©Ralf Mosmann