Das Publikum und die Kritik schätzen Barboras Plachás poetische Interpretation und ihr musikalisches Gespür. Sie gehört zu den führenden tschechischen Harfensolistinnen der jüngeren Generation. Sie gewann Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben für Harfe und Kammermusik in Tschechien, Slowenien, Polen und Belgien. Als Konzertkünstlerin trat Barbora in ganz Europa sowie in Asien und Mexiko auf. Regelmäßig konzertiert sie als Solistin mit Orchestern und Kammerensembles im In- und Ausland.
2017 spielte sie für den belgischen König Albert II., ebenso für König Harald V. von Norwegen anlässlich seines 80. Geburtstags. Ihre Auftritte wurden in nationalen und internationalen Rundfunkprogrammen aufgezeichnet.
Dank ihrer musikalischen Vielseitigkeit spielte sie Jazz mit führenden Jazzmusikern in Tschechien (David Dorůžka, Luboš Soukup, Jan Jirucha…) sowie in Norwegen (Silje Nergaard, Helge Sunde, Morten Gunnar Larsen…). Mit dem Ensemble SALOME – einem Programm mit Liedern von Karel Kryl für Gesang, Harfe, Klarinette und Gitarre – absolvierte sie über 170 Konzerte in Tschechien und der Slowakei. Sie trat auf renommierten Festivals in Tschechien und im Ausland auf.
Sie konzertierte mit zahlreichen bedeutenden klassischen Künstlern, darunter Václav Hudeček, Petr Nouzovský, Eli Kristin Hansveen, Magnus Staveland u. a. In Oslo ist sie Mitglied des Ensembles +47, das sich der zeitgenössischen skandinavischen Musik widmet. Sie arbeitet eng mit Komponisten wie Kjell Habbestad oder Marcus Paus zusammen, die ihr Werke gewidmet haben. Zudem erweitert sie das Harfenrepertoire mit eigenen Transkriptionen tschechischer romantischer Komponisten wie Antonín Dvořák, Bedřich Smetana, Josef Suk und Zdeněk Fibich. Diese Arrangements erscheinen seit 2020 in einer speziellen Notenedition „Tschechische romantische Musik für Harfe“.
2009 gründete sie die Harfenschule Arpeggio in Prag, 2017 die Norsk Harpe Academi in Oslo. Seit 2021 unterrichtet sie am Musikgymnasium der Hauptstadt Prag. Ihre Studenten gewinnen regelmäßig nationale und internationale Wettbewerbe, und Barbora wird häufig in die Jurys eingeladen.
Als eine der wenigen Harfenistinnen weltweit widmet sie sich intensiv der historisch informierten Aufführungspraxis auf einer einchörigen Harfe des 18. Jahrhunderts. Sie spielt eine einzigartige französische Harfe Louis XVI. aus dem Jahr 1779 von Renault & Chatelain, die am Hofe Marie Antoinettes erklang. Auf diesem Instrument interpretiert sie vorwiegend Werke tschechischer Klassiker. 2020 erschien bei ArcoDiva ihre Solo-Debüt-CD mit Musik von Jan Křtitel Krumpholtz und Jan Ladislav Dusík.
2011 gründete sie das Harfenatelier Arpeggio / Harfen Camac Tschechien – den einzigen autorisierten Distributor der französischen Harfen Camac in Tschechien und der Slowakei. 2014 rief sie das Prager Harfenfestival ins Leben, dessen künstlerische Leiterin sie ist.
Barbora Plachá studierte am Prager Konservatorium, an der Königlichen Konservatorium in Brüssel bei Jana Boušková und an der Norwegischen Musikakademie in Oslo bei Isabelle Perrin. Weitere künstlerische Impulse erhielt sie in Meisterkursen u. a. bei Pierre-Laurent Aimard, Andrew Manze, Knut Johanessen, Wolfgang Plagge, Leif Ove Andsnes, Masumi Nagasawa, Sylvain Blassel und Chantal Mathieu.
Neben der historischen Harfe spielt sie auf der modernen Pedalharfe Canopée (Camac, Frankreich) sowie auf der Blue Harp desselben Herstellers Jazz und Blues.
Im Programm „Tschechische Musik für Harfe im Laufe der Jahrhunderte“ erklingen Werke von J. L. Dusík, J. K. Krumpholtz, A. Dvořák, J. Suk, B. Smetana …
Samstag, 9. Mai 2026 – 17.00 Uhr
Kirche Grünhainichen, Kirchstraße 3
„Horch, von fern ein leiser Harfenton!“
Tschechische Musik für Harfe im Laufe der Jahrhunderte
Barbora Plachá – Harfe
Barbora Plachá gehört zu den führenden tschechischen Harfensolistinnen der jüngeren Generation und bringt Musik aus ihrer Heimat mit und lässt uns eintauchen in die Klanglandschaften ihres Instruments, die von Heimat, von Melancholie, von Hoffnung, Sehnsucht und Liebe erzählen.
Im Jahr des 111. Geburtstages der Wendt & Kühn KG bekommt die Harfe im Orchester der weltberühmten Elfpunkte-Engel ihren ganz besonderen Auftritt und so bildet unser Konzert mit Barbora Plachá den musikalischen Höhepunkt der Frühjahrs-Schautage der Manufaktur in Grünhainichen, die am 9. und 10. Mai 2026 stattfinden.
Vorverkauf: 16 €, ermäßigt 10 € | Abendkasse: 20 €, ermäßigt 14 €
Tickets auch telefonisch unter +49 371 6949444, eMail info@mozart-sachsen.de
und in der Geschäftsstelle der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V.,
Hartmannstraße 7c, 09111 Chemnitz
montags bis freitags 9-16 Uhr
sowie in allen Freie-Presse-Shops in Ihrer Nähe und online
Diese Veranstaltung der Sächsischen Mozart-Gesellschaft e.V., im Rahmen des 35. Sächsischen Mozartfestes 2026 „Von Angesicht zu Angesicht“ präsentiert von der Wendt & Kühn KG, ist Teil des Projektes „Mit vielfältigen Wurzeln die Zukunft gestalten | S rozmanity´ mi koreny tvorit budoucnost“, welches im Rahmen der deutsch-tschechischen Kooperation des Lead-Partners Sächsischer Musikrat e.V. und der beiden Projektpartner Sächsische Mozart-Gesellschaft e.V. und Základní umelecká škola T. G. Masaryka Chomutov, im Programm „Interreg Sachsen – Tschechien 2021-2027“, stattfindet.
Für freundliche Unterstützung danken wir dem Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen, der Gemeinde Grünhainichen und der Kirchgemeinde Grünhainichen.
Foto: ©Barbora Plachá
